Vom räudigen Leben, der Wucht & dem Nimbus
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1960

1

"Dass du so dämlich bist, hätte ich nicht gedacht!"

Es war meine Schwester, die so aufrichtig und wie vor den Kopf gestossen reagierte, als ich endlich die Beichte ablegte und von meiner Heroinsucht erzählte. Und obwohl eine Sucht mit dämlich oder nicht dämlich wenig zu tun hat, ich musste lachen. Sie hatte ja recht. Ich war keine naive siebzehn gewesen, als ich mit Heroin zu experimentieren begann, sondern neununduzwanzig. Da weiss man eigentlich, was man tut. Da kennt man das Dorf, in dem man sich bewegt:

Pappenheim.

Ich war überrascht, dass sie überrascht war. Dass sie bis zu diesem Moment nichts von meiner Sucht bemerkt hatte. Es musste sie doch stutzig gemacht haben, dass ich ständig so schlecht aussah, wenn wir uns im Kreise der Familie begegneten, grau bis auf die Knochen, Mundwinkel im Keller, verkniffener Blick.

Heroin und Gesichtszüge, auf Dauer eine tragische Liaison. Ergebnis: ein alter müder Hund.

Selbst meine Mutter hatte mich eines Tages auf den Kopf zu gefragt: "Nimmst du Heroin?" Das hatte mich so perplex gemacht, dass mein massives Abstreiten glaubhaft geklungen haben muss, jedenfalls hat Mutter mich bis zu ihrem Tode nie mehr darauf angesprochen. Dabei war ich lediglich konsterniert gewesen, mit welcher Hellsicht sie erkannt hatte, dass es sich bei mir eben nicht um zuviel Alkohol oder Haschisch, Koks oder irgendwelche psychogenen Hammerpillen handelte. Sondern um Schore. H. Material. Brown Sugar. Pulver. Dope. Braun.

An diesem Abend saßen wir in einem überfüllten spanischen Lokal am Grünewald, mein Schwager und die Gräfin waren auch dabei, sie unterhielten sich am anderen Ende des Tisches. Ich hatte einiges an Bier und warmen Osborne intus. Meine Schwester brach in Tränen aus, als ich ihr von dieser Desasternacht im Auto von Karlos erzählte, die ich beinah nicht überlebt hätte. Jeder Junkie hat so eine Nahtod-Story drauf, die wenigsten nur eine. Es waren zornige, aufgebrachte Tränen. Meine Schwester, sechs Jahre älter als ich, hätte mir am liebsten eine gescheuert, damit ich endlich aufwachte und mit dem Zeugs, wie sie es nannte, aufhörte.

"Erzähle es nicht den Eltern", bat ich sie. Im Rentenalter wollte ich ihnen das nicht mehr antun. Was sollte das noch bringen. Wenn es je einen Zeitpunkt gegeben hatte, ihnen von der Sucht zu erzählen, dann hatte ich ihn verpasst. Mein jüngerer Bruder wusste ohnehin Bescheid. Ich glaube, er hasste mich lange Zeit für meine Sucht. Für die Schwäche, sich einer Droge ganz und gar hinzugeben.


2
Für die Sucht nach harten Drogen hat der Holländer ein treffendes Wort: Versklavung. Meine Geschichte der Versklavung beginnt mit der Geburt, als ich brutal dem Fruchtwasser entrissen wurde, Mutters Schutzzone, in der es neun Monate lang behaglich warm gewesen war. Eine typisch männliche und kitschige Vorstellung von Suchtbeginn, mag sein, und dennoch: Das erste Mal Heroin gleicht nicht weniger als der Rückkehr in den Mutterschoß.

Ein Empfang mit Tschingderassa und weihevollem Gewummer, und wenn dir die Hitze des Opiats erstmals das Rückgrat hochkriecht, bist du angekommen, alles Suchen hat ein Ende. Es ist, als würde ein Ring Warmwasserschläuche um deinen Körper gelegt und ihn abfedern, du bist das wahre Michelinmännchen.

Hier ist die ewige Placenta. Ein Gleiten durch tiefe See, das in dieser Intensität nur in den Anfängen gelingt, danach gewinnt das Drumherum der Drogenszene die Oberhand, ihre Rituale, die vielen kleinen Eigenheiten. Zuletzt läufst du nur noch neben dir her und schaust ohnmächtig dabei zu, was die Sucht für dich bereithält. Dein Leib, ein verhätscheltes Kleinkind, das sämtliche Register zieht, um fortan und auf ewig mit dem Pulver seiner Wahl gespeist zu werden.

Heroin ist die Sehnsucht nach Ozean, nach einem weiten und schweren Blau, und einmal angedockt gibt es kein Entrinnen mehr. In unseren Träumen und auf Opium kehren wir ins Universum zurück, leicht wie Astronauten, endlos dämmernd.


3

Die Leute wissen gar nicht, was das für eine Arbeit ist, Junkie zu sein. Das ständige Geldauftreiben, das ständige Auf-Achse-sein, das ständige Warten und Leuten hinterhertelefonieren, denen du Geld mitgegeben hast, das ständige Abgezocktwerden und selber Leute abzocken, der ewige Schiss vor Bullen und Untersuchungshaft - und wofür das alles? Nur, um nicht von jetzt auf gleich aus dem Himmel zu fallen und dir die Seele aus dem Bauch zu kotzen.

Als ich Anfang 2005 zu bloggen begann, war ich schon einige Zeit raus aus dem Geschäft und hätte gut darüber schreiben können, doch ich hatte Panik vor einer Drogenbeichte a la Christiane F.: So wurde ich süchtig, so wurde ich noch süchtiger, so zog ich meine 184. Nase. (Und da kam auch schon die laufende Nummer 185, als ich in der vom Regen beschlagenen Telefonzelle Schützenstrasse stand, während zwei Blocks weiter zwei als Zivilbullen verkleidete Zivilbullen spazieren gingen, bla bla.)

Nicht, dass ich Christiane F. schlecht gefunden hätte, im Gegenteil, das Buch faszinierte mich mit 17, 18 Jahren, doch danach war das Thema für mich verbrannt. (Später erst las ich Junkie von Burroughs und erkannte, dass Heroin tatsächlich eine kulturelle Dimension hat. Dass es noch Sachen zu sagen gibt.)

Drogenbeichten gab es also en masse und ich wollte unbedingt vermeiden, meine eigene hinzuzufügen. Das war der Grund, warum ich nur gelegentlich Häppchen der Drogenzeit in den Blog warf. Doch Sucht gehört zu meiner Geschichte, es lässt sich nicht raushalten. Letzendlich behandle ich alles wie ein Süchtiger. Sobald ich Gefallen an etwas finde, kann ich die Finger nicht davon lassen, muss es wieder und wieder tun, was es auch kostet, scheiß der Hund drauf, her damit.

Es gibt nur einen Ausweg, Sucht zu vermeiden, nämlich erst gar nicht damit anzufangen. Wenn ich aber erst gar nicht damit anfange, wie soll ich dann wissen, ob es überhaupt das Potential in sich birgt, süchtig zu machen. MICH süchtig zu machen. Mich anzutreiben, es immer und immer wieder zu wiederholen. Es ist ein verdammtes Dilemma. Und während ich diese Zeilen schreibe, verlässt mich allmählich die Lust, über Drogen zu schreiben. Also: schnell weiter. Bevor die Lust mich gänzlich verlässt.


4

Es war die zweite Welle harter Drogen, die durch die Strassen der Stadt schwappte, und dieses Mal liess ich mich mitreissen, dieses Mal war ich fällig, mit knapp Dreissig. Zwar war ich zuvor schon jahrelang mit Pulver in Kontakt gewesen, und mit Pepe war im Sommer 1987 einer meiner besten Freunde an einer Überdosis verreckt, doch mehr als ein oder zwei Packs im Jahr, die ich mir meist mit Karlos teilte, (und die wir regelrecht zelebrierten), waren nicht drin.

Nicht, dass die Wirkung von Heroin mir nicht gefallen hätte, doch die Droge griff mir zu massiv ins Seelenleben ein, als dass ich darauf jeden Tag Lust gehabt hätte. Wenn der Stoff gut war, und der Stoff der frühen 80er war durch die Bank stärker als heute, viel weniger verschnitten, aber auch teurer, fühlte ich mich oft wie unter einem Schlaghammer, der unentwegt niederfiel und mich malträtierte. Ich musste kotzen, bis auch der letzte Fitzel Mageninhalt raus war. Ein grandioses Gefühl, doch ich wäre damals nicht auf die Idee gekommen, dem Zeug nachzulaufen.

Später, in den frühen Neunzigern, als ich schon tiefer im Pulvergeschäft steckte, hatte ich diese Faustregel, mit der ich die körperliche Abhängigkeit zu umschiffen suchte. Eine Strategie, die tatsächlich funktionierte. Einen Tag Pulver, einen Tag Pause. Zwei Tage Pulver, zwei Tage Pause. Und so weiter. Zwar brauchte ich auf diese Art und Weise keine Schore, um aus dem Bett zu kommen und arbeiten zu gehen, doch je länger ich konsumierte, desto schwerer fiel es mir, meine selbst aufgestellte Regel auch einzuhalten. Irgendwann war ich soweit, dass ich nur noch dann Lust hatte mein Bett zu verlassen, wenn die zwei oder drei Tage Pause endlich um waren und mich nur noch ein Telefonanruf vom nächsten Pack trennte.

Die Vereinbarung, einen Drogentag mit einem Ruhetag auszugleichen, stand auf der Kippe, sobald ich drei Tage hintereinander Heroin nahm. Nach drei Tagen Heroin am vierten Tag nicht zum Dealer zu rennen und alles aufzukaufen, was ging, das war ein Kraftakt und immer schwerer durchzuhalten.

Drei Tage Entzug, das bedeutete, drei endlose Tage im Bett zu verbringen. Es bedeutete kaum Schlaf, dünne Träume und Nachtschweiss, es bedeutete wildes unnützes Gestrample und eine Million Gedanken, wie man auch ohne Geld an das Zeug herankommen könnte. Es bedeutete extrem miese Laune und Maulfaulheit.
"Du verpestest die ganze Bude mit deiner Passivität!" schrie die Gräfin mich an.
Sie hätte es nicht schöner schreien können.

Wenn ich es tatsächlich geschafft hatte, drei Tage clean zu bleiben, wenn es mir am vierten Tag endlich besser ging und ich wieder halbwegs auf den Beinen war, dann hatte ich schon wieder Mücken im Hintern. Ich konnte es kaum erwarten, diesen verdammten vierten Tag Cleansein hinter mich zu bringen, damit ich an Tag fünf wieder bei null anfangen konnte. Nach all dem kräftezehrendem Cleansein hatte ich das Klingeln schon im Ohr, wenn ich bei meinem Dealer das verabredete Zeichen anschlug.

So schlich ich einige Zeit um die Sucht herum wie die Katze um den heißen Brei. Dass die Gräfin in dieser Zeit nicht weggelaufen ist, ist mir bis heute schleierhaft. Wie oft kam ich nach Hause und es dauerte keine zehn Minuten und es flogen Ketchupflaschen gegen die Küchenwände, sie ertrug meine winzigen Opiumpupillen nicht mehr.

"ICH KANN DIESE VERLOGENEN AUGEN NICHT MEHR SEHEN!!"

Und dennoch - ich wollte es nicht anders. Es war genau das, was ich wollte, ich wollte süchtig sein. Ich wollte Sucht kennenlernen und nicht bloß darüber lesen, was andere schreiben, nicht bloß abnicken. Sucht war mein ganz privater Weltkrieg. Ich wollte mich selbst erobern und klein kriegen, ich legte alles daran, mich zu töten. Warum? Woher soll ich das wissen. Frag mal die großen Kriegsherren, warum sie Krieg geführt haben.

(Vermutlich hatten sie alle einen Vater, der ebenfalls in den Krieg gezogen war. Auch meine Geschwister und ich sind vom Krieg unseres Vaters geprägt, wir sind mit seinen Erzählungen aufgewachsen. Im zweiten Weltkrieg gehörte er als 17jähriger zu Hitlers letztem Aufgebot und geriet in britische Gefangenschaft. Davon erzählte er so viel, dass auch ich meinen eigenen Krieg führen wollte, wenn ich mal groß bin, meinen Weltkrieg in Friedenszeiten: ich gegen Heroin.

Und so wie mein Vater als Melder hinter den feindlichen Linien agierte und dem Gemetzel an der Front ausweichen konnte, so ging ich der Spritze aus dem Weg, der Maschinenpistole der Drogenszene. Ich rauchte und schniefte das braune Pulver, aber injizierte es nicht ein einziges Mal.)


5

Kilian wohnte über der Pizzeria. Es war viertel vor zehn, wenn ich auf dem Weg zum Nachtdienst in der Innenstadt ankam und hochschaute, ob in seiner Wohnung Licht brannte. Kilian jobbte als Taxifahrer, und er hasste nichts mehr als Uncoolness. Dass irgendwelche "dahergelaufenen Penner" ihn per Sturmklingeln nachts aus dem Schlaf holten, weil ihnen der Stoff ausgegangen war, und die ganze Nachbarschaft wurde wach und stand im Bett. In solchen Momenten konnte Kilian so jähzornig werden, dass die Nachbarschaft neugierig zum Türspion lief, um nur ja nichts zu verpassen.

An sich war er aber ein friedlicher, sehr verlässlicher Dealer, der keine Super-Portionen vertickte, ("ich hab nichts zu verschenken, Kinners"), aber man konnte sich auf sein Wort verlassen. Er versorgte mich bis Mitte der 90er mit Stoff, doch begonnen hatte es 1989 mit einem Telefonanruf.

Die meisten Dinge beginnen mit einem Telefonanruf. Ein Telefonanruf ist so lapidar, dass man gar nicht auf die Idee kommt, damit würde eine neue Ära eingeläutet. Aber dann hebt man den Hörer ab, und die Sache geht ihren Weg. Ich bin seither vorsichtig geworden mit der Entgegennahme von Telefonaten. Ich hab nicht umsonst kein Handy, und zuhause ist eine Mailbox vorgeschaltet, wenn ein Anruf einläuft. Solch ein Fehler soll mir nicht noch einmal unterlaufen.

Der Anruf im Sommer 89 kam vom schönen Dirk. Der schöne Dirk starb in den frühen Neunzigern allein in seiner kleinen Bude am Vogelsang an einem Hirnschlag, und niemand bemerkte etwas davon. Wochenlang lag er tot in seinem Bett. Zwar war mir aufgefallen, dass die Schlagläden jedes Mal geschlossen waren, wenn wir am Vogelsang entlangfuhren, doch was wusste ich denn. So dicke waren wir auch nicht. Vielleicht war er in Urlaub, vielleicht hatte er Nachtdienst und schlief tagsüber, vielleicht war es reiner Zufall, dass die Schlagläden ausgerechnet dann geschlossen waren, wenn wir am Vogelsang unterwegs waren.

Erst als seine Schwester die Polizei informierte, weil sie lange nichts von ihm gehört hatte, fand man seinen Leichnam im Bett, das Gesicht von Maden untertunnelt. Tatortreiniger mussten die Reste mit dem Spatel vom Laken kratzen, bevor der Leichnam auf ewig im Zinksarg verschwand.

Der schöne Dirk rief damals an, weil er Material auf der Tasche hatte und etwas verticken wollte. Er war ein komischer Kauz. Machte immer auf dicke Hose, dabei war er nur ein lieber Kerl mit einem schönen Gesicht und einem guten Herz. Viele Morphinisten sind im Grunde nichts anderes als herzensgute Süchtige mit einem Batzen unerledigter Kindheit am Arsch.

Wir verabredeten uns für den Nachmittag in einer Kneipe in der Nordstadt.

"Was soll ich für dich mitbringen?" fragte er.

"Na, einen Fuffie."

Der Fuffie war die übliche Einheit und eigentlich zu viel für mich. Ich war ja nicht drauf. Auf dem Weg zum Date mit dem schönen Dirk lief mir Kilian in der Fußgängerzone über den Weg, zwischen Woolworth und Kaufhalle.

"Hey", sagte er.

"He", sagte ich.

Kilian, Schreinergeselle mit wallendem blonden Haar, hatte eine Zeitlang die Innenstadt mit Brösel versorgt, jetzt war es ruhig um ihn geworden. Wir kamen ins Gespräch. Kilian war ein freundlicher Zeitgenosse. Jetzt aber, zwischen Woolworth und Kaufhalle, war etwas in seinem Blick, das war anders als sonst. Er taxierte mich regelrecht. Er hatte etwas auf der Seele. Er druckste herum. Endlich rückte er damit heraus.

"Du ziehst doch auch schon einmal Näschen..", begann er zögerlich, und erst, als ich nickte, fuhr er fort. "Ich kann morgen was klarmachen. Wenn du Lust hast, meine ich.. kannst du dich morgen Abend bei mir melden.. Oder die Tage."
Ich war ein bißchen baff, dass selbst ein alter Kiffer wie Kilian jetzt mit Schore zu tun hatte, aber es lag einfach in der Luft. Überall um mich herum begannen Leute auf harte Drogen umzusteigen, darunter auch diejenigen, die bislang strikt die Finger davon gelassen hatten.

Heroin, Kokain und Amphetamine schwappten in gewaltigen Wellen durch die Strassen, und ehe man sich versah, stand man bis zum Hals im Gift.

"Mal sehen", sagte ich. "Warum nicht." Dass ich gerade auf dem Weg war, einen Fuffie kaufen, erwähnte ich nicht.

Der ersten Welle harter Drogen, die Anfang der 80er über die Stadt zusammengeschlagen war und Pepe und andere Bekannte mitgespült und getötet hatte, hatte ich noch ausweichen können. Diesmal fehlte mir die Kraft. Mehr noch: ich war bereit.

Dirk wartete bereits auf mich. Er hockte am Tresen, mit winzigen harten Pupillen, nuckelte am Bier. Ich bestellte ein großes Kölsch. Im gleichen Moment wollte ich die Bestellung rückgängig machen. Ich kotz doch sowieso alles wieder aus, sobald ich das Näschen gezogen hab, dachte ich, beliess es dann aber dabei.

"Alter, hast du gestern das Spiel gesehen?" machte Dirk auf jovial, ich hatte keine Lust auf Gequatsche. Ich wollte das Pack kaufen, das Bier austrinken, dann nichts wie nach Hause. Doch Dirk meinte, mir noch unbedingt einen Bären aufbinden zu müssen. Angeblich hatte er am Wochenende eine Alte mit riesigen Möpsen klargemacht. Erst hielt ich es für eins seiner typischen Märchen, doch dann kam er zu der Stelle, wo er unten lag und die Möpse über ihm waren wie Sturmgeläut, "Alter, ich wusste nicht, wo ich zuerst hinpacken sollte, ich schwöre!" Er demonstrierte seine Verzweiflung, indem er einen Stapel Bierdeckel vom Tresen griff und damit jonglierte, bis einer nach dem anderen zu Boden ging. "Alter!" Wir tranken das Bier aus und trennten uns vor der Kneipe.

"Wenn was ist, ruf an", sagte er.
10.8.11 14:36
 



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