Vom räudigen Leben, der Wucht & dem Nimbus
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Heiße Luft und ex-Locken

Henrystutzen. Manchmal reicht schon ein einziges aufgeschnapptes Wort und man taucht ab in seine eigene Jugendherberge.

Oder Halifax.

Admiral Benbow.

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Beim Kacken und beim Beten hat man den gleichen konzentrierten Gesichtsausdruck.

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Ich bin ein übler Fall von Gewohnheit. Selbst Dinge, die ich nicht mehr tue, weil sie mir schaden, beginne ich zu vermissen, sobald mich ein Gefühl von Rührung beschleicht, wenn ich daran zurückdenke, wie oft ich es getan habe und wie schön es war, das Falsche zu tun, über einen langen Zeitraum, und wie gern ich mich einen Dreck um die Folgen scherte.

Ich hatte mich doch so schön daran gewöhnt.

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Natürlich muss es noch lange nicht das Beste für einen sein, nur weil man sich an etwas gewöhnt hat. Andererseits hilft Gewohnheit dabei, nicht direkt Panik zu kriegen, nur weil man mal Langeweile hat.

– Die Gräfin über Gewohnheit –

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Der Mensch ist am schönsten, wenn er zu Fuß unterwegs ist. Dafür sind wir gemacht, um zu Fuß unterwegs zu sein.

– Die Gräfin –

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Es ist ein ständiges Vabanquespiel, den richtigen Ton zu treffen im eigenen Leben.

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Einen schönen Satz finde ich beim Blättern im Notizbuch Juli 2014. Die Flugbegleiterin hatte einen Mordshusten aus Vancouver mitgebracht. Sie hüstelte ununterbrochen, während wir uns am Graf Wilhelm-Platz unterhielten, es klang wie eine Serie von zuschnappenden rostigen Mäusefallen.

"Und morgen muss ich für drei Tage nach Austin, Texas. Da ist 38 Grad."

Und das bei ihrem Husten.

"Im Moment verfällt in der Luft alles in Hysterie wegen Ebola", ächzte sie. "Da reicht es, wenn ein Fluggast aussieht, als kriegte er gleich Nasenbluten, und alle Kolleginnen verschanzen sich in der Bordküche."

Sie starrte auf das Handy in ihrer Hand.

"Ich versuche gerade mit einer Kollegin zu tauschen. Irgendwie muss ich aus der Austin-Nummer rauskommen. 38 Grad, das geht gar nicht..."

Sie fliegt seit 30 Jahren für die Lufthansa, sie hat die Faxen dicke.

"Ich bin so dermaßen abgeflogen..!" stöhnte sie.

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"Ich musste grinsen, weil keiner gelacht hat."

- Karlos -

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"Kaum liege ich mal zwei Tage mit Grippe im Bett und hab Zeit zum Nachdenken, schon kommen die großen philosophischen Kack-Monumente aus meinem Mund. Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll."

– Die Gräfin –

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Sie: Sag mal, Schriftsteller, gibt es Sätze, die zu Besuch kommen, aber schnell wieder weg sind, wenn du ihnen nicht gleich eine Übernachtungsmöglichkeit anbietest in deinem Werk? Gibt es so.. arrogante Sätze?

Ich: Klar gibt es das, dass Sätze wieder abhauen. Aber die kommen auch wieder zurück. Weil sie den Schirm vergessen haben.

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Flapp, flapp, flapp... Als ich über den Bürgersteig gehe, schießt plötzlich der Fahrtwind vorübersausender Personenkraftwagen unter die Plane des am Straßenrand abgestellten LKW und bläst sie zu einem kurzfristigen Petticoat auf.

Hat der Laster schöne Eisenbeine.

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"Ich finde Gangster gut, die Spaß verstehen. Die sich erst kaputtlachen, bevor sie einen erschießen."


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"Die besten Dinge im Leben geschehen nur ein Mal und verschwinden wie ein Spuk."

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"Es gibt so wenige beseelte Menschen da draußen. Die meisten leben, als erledigten sie einfach ihren Job."

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"Bremsen können durch die Hose stechen. Die haben den totalen Rüssel."

- Die Gräfin -

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"So, jetzt muss ich aber die Klappe halten langsam. Mir wird schlecht von mir selber."
5.9.17 09:40


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