Ein Fatalist glaubt an Fügung. Glaubt daran, dass man sich noch so sehr ins Zeug legen kann, letzlich entscheidet ein Anderer darüber, was mit dir geschieht. Nenne den Anderen, wie du willst. Gott. Schicksal. Falscher Moment, richtiger Moment.
So Gott also will, bist du es, der gerade auf dem Bürgersteig unterwegs ist, als von hinten ein Lastwagen heranrauscht und dich erfasst und entzweireißt, weil der Fahrer die Kontrolle über den Dreißigtonner Diesel verloren hat, oder
eben nicht,
weil du, reiner Zufall, drei Minuten zuvor dort hergegangen bist und gar nichts mitbekommen hast von dem spektakulären Unglück, du hast schon den kleinen Stadtpark erreicht, wo eine Windböe Eckern vom Baum holt, die dich anfliegen wie eine stille Hubschrauberstaffel.
Nein, ein Fatalist läuft dem Schicksal nicht hinterher. Warum auch, es ist ja seins. Wo soll es hin?