Andreas Glumm: Vom räudigen Leben, der Wucht und dem Nimbus
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Oh mein Gott!

20 März 2007

..oh mein Gott! Jetzt ist es soweit. Jetzt lauf ich schon nüchtern gegen Glastüren!

Heute im Comuterlabor. Ich dachte, die Tür wäre offen, und das war sie ja auch gewesen den ganzen verfluchten Vormittag lang, aber dann bin ich runter in die Bibliothek und hab ein halbes Stündchen in der Nase gebohrt, und in dieser Zwischenzeit muss irgendjemand die Tür geschlossen haben.

Ich mein, hier schließt ja immerzu irgendwer irgendeine Tür ab, wie im Knast ist das hier, jeder Mitarbeiter ein Schließer, denn als ich wieder oben im Institut bin und zum Rechner marschieren will, wie immer in Gedanken, ich bin ja immer in Gedanken, immerzu verstrickt, ICH BIN NIEMALS DA, WO ICH BIN, ICH SCHEISS HANS-GUCK-IN-DIE-LUFT, ICH! da: RAMMTZZ! pralle ich mit der Fresse frontal ins! GONGG! ins Glas! als hätte mir jemand ein Überraschungs-Schaufenster auf die Nase geschmissen, HIER, NIMM! und aufs Kinn: Auf die Stirn aber auch!

Das gibt Höcker.

Kollege U. saß gerade am Telefon und muss die Szene von innen mitgekriegt haben. Sah bestimmt schön dämlich aus: Der Glumm will ins Computerlabor und rennt volle Lotte gegen die zue Tür!
Hähä.
Scheiße.

Zum Glück hab ich einen Schädel wie Hartkrom. Da muss schon ein Tresor voller Münzgeld draufknallen, bevor ich Piep mache.

(pip.)

Mir tut die Fresse weh, Mann.

"Wieso passiert mir so etwas, eigentlich bist du doch hier die Edel-Irre", jammere ich abends der Gräfin einen vor, als ich ihr von meinem schönen Tag im Institut erzähle.
Die lächelt entrückt.
"Edel-Irre.. Ja, du weißt, was Frauen hören wollen."

Meine Fresse, das hat aber auch gegongt.
Wie Ring frei.

Am nächsten Morgen läuft mir Kollege U. über den Weg.
"Ein Wunder eigentlich, dass du dir gestern nicht das Nasenbein gebrochen hast", meint er. Und dass er mir den Glasreiniger schon rausgestellt habe.
"Den.. Glasreiniger?! Wieso? Ist mir doch was rausgerotzt?"
"Nee. Aber da ist ein Riesen-Fettfleck an der Tür oben."
30.4.10 17:32
 



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