Lesung In Frankfurt und/oder
auf Video: FLURPUNK.
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Die Gräfin,
MC Winkels und ich haben auf dem Weg vom Römer zum Veranstaltungsort (Monique's Piercing Studio) eine nur vom Frankfurter Wind aufgezeichnete Version von "Careless whisper" gesungen. Unbedingt anhören. Also einfach mal in den Wind reingelauscht.
Vielleicht sind noch Fetzen unterwegs.
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"Es geht im Leben doch nur darum: Trage ich die Zimmer in mir, und wenn ja, wie kriege ich die Türen auf?"
(Die Gräfin philosophiert auf der Taunus-Autobahn).
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"Sie haben Hunger, ja?"
(Eine nette Dame in der Fussgängerzone eines Vororts von Frankfurt. Wir waren auf der Suche nach einer sonntags geöffneten Bäckerei. Wir müssen so hungrig ausgesehen haben, ich meine sogar ein winziges Zögern in ihren Augen bemerkt zu haben: soll ich das nette Pärchen mit Hund zum Frühstück einladen?
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Für Frau Moll war das Ganze allerdings zu viel. Vor lauter Stress haben sich noch in der gleichen Nacht tiefe Ränder um ihre Augen herum gegraben. Und dann war die Nacht auch noch eine Stunde länger zum Umgraben!
In einer fremden Wohnung!
("Ich glaub, hier in der Ecke lege ich noch ein Büschel Haare ab.")
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Die Leute im Frankfurter Raum sind durch die Bank freundlicher als bei uns. Nicht nur die betörend uneitle
Elsa Seefahrt und ihr fiebriger Techniker Marius, nein, auch das ganz normale Pack auf der Strasse zeigt sich offener als bei uns.
Was vielleicht daran liegt, dass der Ballungsraum NRW wie eine Großfamilie ist, die man auf 40 m² eingesperrt hat. Das macht mürrisch, wenn man nirgendwo mehr eine Handbreit Mensch reinkriegt.
(Auch dieser Gedanke stammt von der Gräfin. Ich hatte am Wochenende nicht viel zu sagen. Ich hab gelesen. Das musste reichen.)
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