Vom räudigen Leben, der Wucht & dem Nimbus
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Brie

"Es gibt so viel zu erzählen und so oft die Klappe zu halten, manchmal weiß ich nicht mehr, was jetzt an der Reihe ist", sag ich zur Gräfin, nachdem ich den ersten Espresso angeblasen hab und mich wieder zu ihr lege.

"Mh ja", sagt sie.
Es ist halb zwölf. Wir haben so lange geschlafen, wir sehen aus wie Kraut und Rüben.
Auch Frau Moll ist eine struppige Gouvernante.

"Vielleicht sollten wir jemand engagieren, der uns sagen kann, was an der Reihe ist", gähnt die Gräfin und streckt sich. "Jemand, der uns das Leben erklärt. Ich mein, wenn er schon mal hier ist."
"Was für ein jemand sollte das denn sein?"
Sie wischt sich eine kleine Morgenträne aus dem Auge.
"Weiss nicht.. Vielleicht einer, der gleich laut lachen und weinen kann..? Ja. Genau. Weinen ist wie Lachen. Nur mit mehr Salz."
Sie steht auf.
"Mal sehen, wie der Espresso rüberkommt."

Sie geht in die Küche. Und wo sie schon mal dabei ist, verfrühstückt sie gleich einen französischen Brie, bei dem die Kühlkette einen Riss hatte.
"Innen geht ja noch, aber die Rinde stinkt, als hätten da Pferde drübergepisst."
Das kriegt Frau Moll. Da freut sie sich.
Sie kriegt zum Schluß alles. Den ganzen alten Brie. Jetzt ist sie eine struppige Gouvernante, die lecker Pisse frisst.

"Eigentlich seid ihr beide komplette Edel-Irren", sag ich.
Die Gräfin lächelt entrückt.
"Du weisst, was Frauen hören wollen.."
3.6.08 11:07


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