Vom räudigen Leben, der Wucht & dem Nimbus
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1001

Frau Moll sitzt so steif und hochwohlgeboren auf ihrer Schmusedecke, als wäre der Sessel in sie eingebaut.

*
Ich hab mehr um die Ohren als sonst. Vielleicht ist das der Grund, warum ich gegen geschlossene Glastüren renne und Sachen vergesse, die ich eine halbe Minute zuvor noch buchstabiert habe.
Ich wohne in einem Vorort von Alsheim.

*
Ich muß einen Haufen Texte ausdrucken.
Das nervt die Gräfin.
"Hörst du das auch?"
"Was?"
"Da lebt ein Kind in deinem Drucker, das heiser lacht."

*
Augen müssen stehlen. Aber
manchmal bekommt man
auch etwas geschenkt.

*
Für einen Hund, und ich rede von keinem geringeren als Frau Moll, endet der eigene Körper ungefähr in der Mitte.
Dahinter beginnt Diaspora.
Wenn Frau Moll beispielsweise ihren Napf geleert hat, lässt sie als Zeichen ihrer relativen Sättigung einen knackigen kurzen Furz da, mit einem so gleichgültigen Gesichtsausdruck, als ginge sie das alles nichts an, dahinten.
"Ich wohne hier vorne, Meister."

*
"Dieses dämliche Anbeten von Markenklamotten, weißt du, wie das ist?" fragt die Gräfin beim Frühstück, eine Werbebroschüre in der Hand, in der lauter guccigestylte 13jährige Mädchen kühl zueinander sind.
"Dämlich?" vermute ich.
"Jetzt sei nicht so langweilig. Also..?"
Ich beiss in mein Tankstellen-Brötchen, das mit einer 3/4-langen Leberwursthose bestrichen ist.
"Na, sag schon", murmle ich.
"Das ist so, als würde man dem Kommerz noch den Hintern küssen."
Demnächst nehm ich wieder Erdbeermarmelade, die ganz popelige aus Holland.
Aber jetzt greif ich erst mal zum Notizbuch.
3.4.07 12:23


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