Andreas Glumm: Vom räudigen Leben, der Wucht und dem Nimbus
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Dukatenbaby und Filzfuß

 


 

Als wir entlang der Laubenpieperkolonie spazieren, versucht sie den Lärm eines vollgetankten Benzinrasenmähers auszublenden, indem sie sich die Finger in die Ohren steckt. Beidhändig. Vollfingrig.

So nimmt sie nichts als die eigenen Schritte wahr.

“Das klingt wie ne Glasvitrine, wenn man da voll mit Eierlöffeln gegen haut!” sagt sie eine Spur zu laut. "Oder wie Dukaten, die aus der Tasche fallen, eine Dukate nach der anderen! Genau! Ich geh wie Hartgeld! Mach doch auch mal..!”

“Nee”, sag ich zuerst, weil es mir zu lästig ist, die Finger zu den Ohren raufzudirigieren, andererseits ist mir ja zunächst alles zu lästig.

Und bevor es nun soweit kommt, dass sie ihre Finger in die Hand nimmt und in meine Ohren rammt und meine Schnecke beschädigt, mache ich es lieber selbst.

Riegle mich hermetisch ab.

"Meine Schritte klingen anders", sag ich.

"WAS!!?"

"MEINE BEINE KLINGEN ANDERS!"

Das ist kein Vitrinen-Plingpling, das ist eine kleine Abordnung ägyptischer Sklaven auf dumpfen Filz-Schlappen, abkommandiert zum Tuscheln.

So spazieren sie dahin, Dukatenbaby und Filzfuß. Und Hund. Na aber klar, du bist auch dabei! Aber selbstverständlich, Frau Moll. Sie hockt vor uns auf dem Boden und klopft mit dem Schwanz, als wolle sie Sahne schlagen.

26.11.14 15:10


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